Hundewissen und Hundehaltung von A-Z

Hunde aus aller Welt - eine Einteilung schafft Ordnung

Im Jahr 1873 gab es in Paris die erste offizielle Hundeausstellung. Charles Cruft, ein Fabrikant für Hundefutter, hatte die Idee dazu – vermutlich nicht ganz uneigennützig. Dort wurden die unterschiedlichsten Hunderassen ausgestellt, die ihren Rassenamen zu dieser Zeit gewöhnlich noch von ihrer Nutzungsart herleiteten. Bald danach gründeten sich verschiedene Rassehundeclubs, die sich der Züchtung einer oder mehrerer Hunderassen widmeten. Im Jahr 1911 bildete sich der heute größte Dachverband für Hundezucht weltweit, die Fédération Cynologique Internationale, kurz FCI genannt. Neben der Zucht und der Verwendung von Rassehunden will der FCI auch das Wohlergehen der Hunde weltweit fördern. Viele weitere auf der ganzen Welt tätigen Verbände haben sich hier angeschlossen. Insgesamt sind mittlerweile mehr als 390 verschiedene Hunderassen von der FCI anerkannt und registriert und die Anzahl der Rassehunde wird in den nächsten Jahren durch die fleißige Arbeit der Hundezüchter wohl noch weiter anwachsen. Bald schon leitete sich die Bezeichnung der Hunde auch von ihrem typischen Äußeren und ihrer Herkunft ab. Eine Hunderasse, die wirklich alles in ihrem Namen vereinigt, ist der „Australian Stumpy Tail Cattle Dog“, der zu den Treibhunden aus der FCI-Gruppe 1 gehört und mit einem Stummelschwanz auf die Welt kommt. Als Cattle Dog wird er in Australien zum Viehtreiben genutzt.

Aussehen, Charakter und Bewegungsdrang

Im Laufe der Zeit stiegen die Ansprüche der Hundehalter und so begannen die Züchter, Rassen miteinander zu kreuzen, um bestimmte Charaktereigenschaften und äußere Merkmale zu fördern. Auch bei den Hunden findet man ähnlich wie bei den Menschen viele unterschiedliche Charaktere. Es gibt den fröhlichen und aufgeweckten Typ, den Hund mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt, aber auch den echten Couch Potatoe. Ein aufgeweckter, quirliger Hund ist der ideale Begleiter für sportliche Menschen, die viel in der Natur unterwegs sind oder sich dem Hundesport verschrieben haben. Der Beschützertyp wird seine Erfüllung in der Bewachung von Haus und Hof finden, bewegungsfreudige Jagdhunde aus der FCI Gruppe 5 mit ihrer ausgezeichneten Nase sind natürlich der ideale Begleiter in Wald und Flur für eine klassische Jagd und ältere Menschen mit einer vielleicht kleinen Wohnung freuen sich darüber, dass ihr tierischer Begleiter mit wenigen, kurzen Gassirunden auskommt. Ganz gleich, ob auf dem Land oder in der Stadt – der Hund hat in jeglicher Umgebung seine Nische erobert.

390 von der FCI anerkannte Rassen - aber es gibt noch viele mehr

Es gibt natürlich auch Neuzüchtungen, die noch keine anerkannte Rasse sind und wie viele Hunderassen es tatsächlich gibt, kann man nur schätzen. Danach sollen es weltweit unglaubliche sieben- bis achthundert Hunderassen sein. Einige von ihnen gleichen sich sehr und unterscheiden sich nur der Herkunft nach in ihrem Namen, wie es oft bei den Schäferhunden der Fall ist. Fragt man nach, welche der Hunderassen denn nun die beliebteste ist, ist man überrascht, dass es bei aller Vielfalt eben kein Rassehund ist: Es ist die „Wundertüte“ unter den Hunden, der Mischling. Mischlinge sind nicht nur in ihrem Aussehen als erwachsener Hund oft unkalkulierbar, sie stehen auch in dem Ruf, besonders robust und widerstandsfähig gegen alle Arten von Hundekrankheiten zu sein. Einer Befragung zufolge soll sie der Tierarzt nur einmal im Jahr zu Gesicht bekommen, nämlich zum Impfen. Bei den Rassehunden ist der beliebteste Hund in Deutschland der Deutsche Schäferhund, dicht gefolgt von Labrador, Golden Retriever und dem Dackel. Bei Reitern überaus beliebt ist der Jack Russel Terrier, der als temperamentvolles, kleines Energiebündel seinem Herrchen samt Pferd unverdrossen durch die Wälder folgt.

Das sind die beiden beliebtesten Hunderassen

Ganz gleich, wie viele Hunderassen es nun gibt, so scheinen die deutschen Hundehalter sich auf Schäferhund und Dackel eingeschossen zu haben und wenn man Menschen auf der Straße nach großen Hunderassen befragt, bekommt man als häufigste Antwort: Deutscher Schäferhund. Befragt danach, welche kleine Hunderassen ihnen bekannt sind, lautet die Antwort wie aus der Pistole geschossen: Dackel. Wie beliebt der Deutsche Schäferhund tatsächlich ist, belegt ein Blick auf die Zahl der in Deutschland lebenden Exemplare. Hier leben unglaubliche 250.000 Deutsche Schäferhunde und jährlich werden noch über 20.000 Welpen in die Zuchtbücher eingetragen.

Hund anschaffen: Das sollte man im Vorfeld bedenken

Hat man sich zur Anschaffung eines Hundes entschlossen, stellen sich vor dem Einzug des neuen Familienmitgliedes gleich einige Fragen:
  • Soll es ein Rassehund sein oder schlägt mein Herz für Mischlingshunde?
  • Soll es ein bereits erwachsener Hund sein oder möchte ich lieber einen Hundewelpen, denn Hundebabys sind einfach zauberhaft und ich möchte von Anfang an die Hundeerziehung übernehmen?
  • Vielleicht möchte ich aber dort helfen, wo Hunde in Not geraten sind und ich sehe mich erst einmal in einem Tierheim um?
Sind alle diese Fragen geklärt, ist es an der Zeit, den passenden Hund für mich auszusuchen. Ist die Entscheidung gefallen und ich möchte einen Welpen kaufen, ist es schon eine Herausforderung, einen guten Züchter zu finden. Ein seriöser VDH Züchter zum Beispiel wird mir nie versuchen, einen Welpen aufzudrängen. Vielleicht hat er ja sogar eine Homepage, auf der er „seine“ Hunderassen mit Bildern vorstellt. Die Hündin eines guten Züchters sollte nur einmal im Jahr einen Wurf zu versorgen haben, damit ihr genügend Zeit zur Erholung bleibt. Oftmals kann der Hundefreund dort auch den Rüden ansehen, der der Vater der Welpen ist. Besuche sind bei guten Hundezüchtern ab der dritten Lebenswoche ausdrücklich erwünscht und die Welpen werden nur bestens geprägt und sozialisiert in die Hände ihrer zukünftigen Besitzer gegeben.
Über Kleinanzeigen Hunde zu kaufen, kann sich als großer Fehler erweisen, wenn Welpen besonders billig angeboten werden. Ein solches Tier ist sicherlich kein „Schnäppchen“ und hat oft ein kurzes, qualvolles Leben, wenn es zum Beispiel aus einer Welpenzuchtfabrik kommt. Hier werden Zuchthündinnen als Wurfmaschinen benutzt und werfen mehrmals im Jahr bis ins hohe Alter hinein. Auf die Gesundheit der Zuchttiere wird nicht geachtet und auch nicht auf die Vorbelastung mit Erbkrankheiten. Eine Hundevermittlung hingegen kann für Hunde, die aus privaten Gründen abgegeben werden mussten, oder für Hunde, die aus anderen Ländern gerettet wurden, eine prima Anlaufstelle sein, wenn man sich einen Hund wünscht. Ältere und gut sozialisierte Tiere sind sicherlich auch Hunde für Anfänger.

Hunderassen sind immer wieder auch der Mode unterworfen. Während man Pudel zur Zeit selten sieht, erlebt der Mops gerade ein Comeback. In den letzten Jahren macht eine der jüngsten und nicht ganz unumstrittenen Rassen von sich reden. Der aus Kreuzungen zwischen Karpatenwolf und Deutschem Schäferhund hervorgegangene Tschechoslowakische Wolfshund erfordert einiges an Erfahrung und Toleranz von seinem Halter.

Hundehaltung - Am besten von Anfang an gut informiert sein

Damit dem Kleinen der Umzug nicht allzu schwer fällt, wird er sein bisheriges Zuhause gut versorgt mit seinem gewohnten Welpenfutter und seinem geliebten Hundespielzeug verlassen. Ist das neue Familienmitglied dann angekommen, besteht die Herausforderung wohl zunächst darin, den Welpen stubenrein zu bekommen. Eine gute Hilfestellung für den frischgebackenen Hundebesitzer ist auch der Besuch einer Welpenschule und Hundebücher über seinen neuen Mitbewohner anzuschaffen, ist für viele Hundefreunde Ehrensache. Ein absolutes Muss ist der Abschluss einer Hundeversicherung in Form einer Haftpflicht. Ob auch gleich eine Hunde OP Versicherung mit abgeschlossen wird, obliegt ganz dem eigenen Geschmack, denn nicht immer rechnet sich eine so teure Versicherung, und wir gehen in der Regel davon aus, dass unser Liebling sie nicht brauchen wird.

Hundezubehör - Hundehalsband, Hundegeschirr und Futternapf...

Ist der Liebling erst einmal in seinem neuen Heim angekommen, möchte man ihn sicherlich auch gerne verwöhnen: Außer dem obligatorischen Hundezubehör wie Hundehalsband, Hundeleinen und Hundekorb mit Hundekissen bietet der gut sortierte Handel oder Hundeshop im Internet noch vieles mehr. So wird gerade für kleine Hunde und Windhunde feinste Hundebekleidung angeboten und viele Artikel zur Hundepflege machen sowohl dem Hund als auch dem Herrchen das Leben leicht. Besondere Aufmerksamkeit sollte man der Ernährung widmen: Gutes Hundefutter muss es auf alle Fälle sein, denn mit Essensresten füttert man seinen Hund in keinem Fall artgerecht. Soll es spezielles Hundetrockenfutter sein oder favorisiert man eher ein Nassfutter aus der Dose? Ein hochwertiges Hundefutter ist auch das Barfen, eine Rohfleischfütterung mit verschiedenen Futterergänzungen. Das Hunde Barfen ist auch Thema in vielen Foren, sodass man sich dort prima austauschen kann, passende Hundenamen sind in einem solchen Forum zum Beispiel schnell gefunden, wenn einem selbst die zündende Idee fehlt.

Hund im Auto - Wichtig ist die Sicherheit beim Transport

Ein Hund darf natürlich niemals ungesichert auf dem Rücksitz des Autos transportiert werden, ganz gleich, ob es nun zum Tierarzt, zur Hundeschule oder vielleicht auch gar in den Urlaub geht. Für den Notfall und eine kurze Strecke tut es auch ein Kissen im Fußraum des Beifahrersitzes, empfehlenswert und eigentlich auch vorgeschieben ist aber eine stabile Hundetransportbox. So ist nicht nur das Herrchen bei plötzlichen Bremsmanövern geschützt, sondern vor allem auch der Hund und besonders der Weg in den Urlaub wird so schon zu Beginn völlig stressfrei verlaufen. Für die meisten Hundefreunde ist es sicherlich völlig klar, Urlaub mit dem Hund zu machen, sonst ist es für sie einfach keiner. So ein Urlaub mit Hund ist entspannend und Freizeitvergnügen zugleich, denn gemeinsam mit dem Liebling kann einfach keine Langeweile aufkommen und in nahezu allen Feriengebieten gibt es auch Angebote für ein Ferienhaus mit Hund. Muss einmal eine Reise ohne den geliebten Vierbeiner angetreten werden, bietet sich eine gute Hundepension an oder auch ein Hundehotel, für die der Hund natürlich über einen gültigen Impfausweis verfügen muss.

Das A und O jeder erfolgreichen Hundeerziehung

Ebenfalls ein Muss ist auch eine gute Erziehung, bei der es natürlich nicht der berühmte Hundeflüsterer Martin Rütter sein muss, ein guter Hundetrainer ist auch in einer der vielen Hundeschulen zu finden. Was aber ist zu tun, wenn trotz aller Umsicht die geliebte Fellnase einmal verloren geht? In diesem Fall gilt es, ruhig zu bleiben und umsichtig zu handeln. Hier zählt dann jede Minute und wir können bei der Hilfe nach dem vermissten Hund wertvolle Hilfen geben. Das wichtigste ist dann die Suchmeldung, in der für vermisste Hunde Fotos hochgeladen werden können. Auch besteht die Möglichkeit, die Suche auf Facebook für jeden der eine eigene Fanpage hat öffentlich zu machen, damit sich jeder melden kann, der den Hund gesehen hat oder dem er zugelaufen sein könnte. Aus der Suchmeldung heraus können direkt Handzettel ausgedruckt werden, die dann verteilt oder ausgehangen werden können. Auf diese Weise unterstützen wir gern die Suche mit Rat und Tat und der geliebte Hund kann hoffentlich bald wieder in die Arme geschlossen werden.



Fotowettbewerbe und Votings mit tollen Gewinnspielen

Unsere Gewinnspiele und Votings, in denen auch für Hunde Fotowettbewerbe stattfinden, runden unser umfassendes Angebot ab. Wertvolle und interessante Preise gibt es dort zu gewinnen und wir freuen uns auf Eure rege Teilnahme. Unser großes Angebot zu allen Themen rund um den Hund macht uns zu einem kompetenten und kurzweiligen Partner für alle Themen und Fragen zum Hund und zur Hundehaltung. Ein Lexikon der Hunderassen hilft bei der Auswahl des passenden Hundes und auch ein Glossar und ein Lexikon zu Hundekrankheiten fehlen nicht. Wir wünschen Euch viel Freude beim Stöbern auf unseren Seiten und viel Glück bei den Gewinnspielen.